Konzept

Wir wollen mit dem Zwischenraum-Festival eine Alternative zum gesellschaftlichen Alltag und einen Raum für Kunst und politische Mitbestimmung schaffen - ein offenes und heterogenes Festival-Wochenende, dass ihr alle mit eurem kreativen Input füllen könnt! In Kooperation mit verschiedenen politischen Initiativen versuchen wir, mit einem dreitägigen Musik-, Workshop- und Theaterprogramm, unterschiedliche Perspektiven auf Politik und Kunst frei zu entwickeln. Wir wollen das Politische, Revolutionäre und Emanzipatorische in der Kunst suchen und im kreativen Schaffen selbst herausfinden, wie z.B. mit Musik, Malerei und Poesie die Gesellschaft und unser alltäglicher Lebensraum verändert werden kann. Dabei sind alle Generationen und gesellschaftlichen Gruppen eingeladen, sich aktiv und auf kreative Weise damit auseinanderzusetzen, wie wir Unterdrückung aufbrechen können, wie wir die Grenzen sprengen können, die uns die vielfältigen Formen alltäglicher Diskriminierung auferlegen. Wichtig ist uns, gegen all diese Unterdrückungsformen, sei es Rassismus, Sexismus, Homophobie, der Zwang zu Lohnarbeit, oder vieles mehr anzukämpfen, mit Wort, Musik, und Tat. Dabei verstehen wir uns als nicht-kommerzielle Alternative, sämtliche Einnahmen werden an unsere Kooperationspartner gespendet.

Seid dabei, schafft mit uns einen Zwischenraum, zwischen Alltag und Utopie, zwischen Musikrausch und Workshopdiskussion, zwischen Politik und Kreativität...

Philosophie

Wir setzen uns für die Vision ein, einen offenen heterogenen Raum zu schaffen, der von jedem_r mit kreativem Input gefüllt und gestaltet werden kann. Wir möchten dabei die gemeinschaftliche Begegnung und den direkten, zwischenmenschlichen Austausch ins Zentrum setzen. Die im Alltag vorherrschende Anonymität und Kontaktbarrieren im öffentlichen Leben sollen durch individuellen Ausdruck und freie Entfaltung gebrochen werden. Wir wollen unterschiedliche Generationen und Gesellschaftsschichten erreichen und ihnen anbieten  sowohl von- als auch miteinander zu lernen. Hiermit schaffen wir die Möglichkeit unterschiedliche Perspektiven auf Politik und Kunst frei zu erarbeiten, zu praktizieren, Verständnis und Interesse für das vermeintlich „Andere“ zu entwickeln. Wir distanzieren uns dabei klar von rassistischen, antisemitischen, antiziganistischen, homophoben und sexistischen (...) Haltungen, sowie anderen Formen von Diskriminierung. Ideen und Visionen soll durch Workshops und ein vielfältiges Aktionsprogramm zur konkreten Umsetzung verholfen werden. Das gemeinschaftlich Erlebte kann so als Idee und Inspiration für die Gestaltung des eigenen Lebensraums und des gemeinsamen Miteinanders stehen.

Politische Ausrichtung: Kunst und politische Mitbestimmung

Bei dem Thema des Festivals geht es um die Schnittstellen und Berührungspunkte von Kunst und Politik. Wir wollen das Politische, Revolutionäre und Emanzipatorische in der Kunst suchen und im kreativen Schaffen selbst herausfinden, wie z.B. mit Musik, Malerei und Poesie die Gesellschaft und unser alltäglicher Lebensraum verändert werden kann. Es geht um Kunst als gesellschaftliches Medium, als Bindungsglied zwischen Menschen und Vermittler von gesellschaftspolitischen Gedanken. Damit geht es uns auch um die ästhetischen Aspekte von Politik, wie im Alltag kreativ Politik gemacht werden kann, z.B. in Form von Street Art, Theater, Spoken Word, Guerilla Gardening oder das “Verschönern” von Werbung.
Wir wollen uns aktiv und auf kreative Weise damit auseinandersetzen, was sich im Alltag zerstörerisch auf uns auswirkt und unseren Lebensraum beschränkt. Außerdem wollen wir uns mit Mitteln und Formen direkter Demokratie und Mitbestimmung beschäftigen, wie Petitionen, Volksabstimmungen, Liquid Democracy (Demokratie im Internet) und vieles mehr, um uns so bewusst zu machen, wie wir auch als Nicht-Politiker_innen direkten Einfluss auf unsere Demokratie nehmen können. Es geht uns um gegenseitige Sensibilisierung und Awareness building, um die Stärkung von individuellem und kollektivem Verantwortungsbewusstsein für ein intaktes Zusammenleben. Wir messen der Kunst und dem künstlerischen Ausdruck in diesem Bewusstseinsbildungsprozess und der Entwicklung alternativer politischer Aktionsformen große Bedeutung zu.
Besonders die Großstadt Berlin bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten hinsichtlich  künstlerische Mitbestimmung. Es stellt sich die Frage wie Politik und Gesellschaft in Berlin auf verschiedenen Ebenen gestaltet werden können. Den Begriff der Politik beschränken wir dabei nicht auf die Mitwirkung in Parteien und Bürgerinitiativen.  Dadurch erhoffen wir, dass sich eine größere Bandbreite von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft mit der Ausgestaltung ihrer eigenen Berliner Lebenswelt auf unterschiedliche Art und Weise beschäftigen und diese mitgestalten.

Durchführung

Wir wollen in Kooperation mit verschiedenen anderen Vereinen und Initiativen ein dreitägiges Festival im Berliner Raum organisieren, dass verschiedenartige Menschen im „Zwischenraum“ zusammenkommen und sich begegnen lässt. Um den gemeinschaftlichen Charakter zu verstärken, soll es die Möglichkeit geben, gemeinsam zu kochen und zu essen. Dabei sind Umweltfreundlichkeit und ökologische Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung.
Das Programm besteht aus musikalischen und künstlerischen Beiträgen verschiedenster Richtungen. (Politisches) Theater sowie ein vielfältiges Workshopangebot stellen einen wesentlichen Teil des Festivals dar. . Es soll über den gesamten Zeitraum Programm dargeboten werden und auf mehreren Ebenen stattfinden (also In- sowie Outdoor).